Montag, 14. August 2017

Mein Färbekurs - Färben mit Pflanzenfarben auf Wolle und Seide tut der Seele gut 2017

Sechs Färbetöpfe - Sieben Powerfrauen, Farbtest, Färbegarten, Brennprobe, Wolle, Seide, ...


..., kulinarische Leckereien und Nieselwetter, von dem wir uns als aktive Färbefrauen jedoch nicht beirren ließen, am letzten Samstag. 


Kurzerhand zogen wir in meine neue Drinnen- Werkstatt um. 


Gefärbt wurde drausen unter der Plane, die ich eigentlich mal zum Sonnenschutz für einen heissen Sommertag gedacht hatte ;-) und in meiner frisch renovierten Färbewerkstatt. 


Alle waren über 9 Stunden mit Höchstkonzentration dabei und so konnte jeder 10 verschiedene Farben mit nach Hause nehmen. Die 11. Farbe im Glas mit grünen Walnussschalen. Trotz bedecktem Himmel kann man die Leuchtkraft der Pflanzenfarben erkennen. Und wie schön, pünktlich zum Fototermin hörte der Nieselregen dann auf. Gefärbt und überfärbt haben wir mit Reseda, Krappwurzel, Cochenille, Schilfblüten, roten Zwiebelschalen, Robinienholzspänen und Indigo.

 

Die Einladung zum Farbpsychologischen Testbild wurde wieder rege angenommen und so konnte jeder der Lust hatte, mit Hilfe des Farbtestes eine Orientierung über sich selbst und die Wirkung von Farben bekommen. Vielen lieben Dank wieder an Thomas der das ermöglichte. 

Liebe Färbefrauen es hat mir sehr viel Spass gemacht mit euch und ihr wart eine Supertruppe.  Danke auch für eure mitgebrachten Leckereien. Es gab von euch selbst gebackenes Knäckbrot und Brot, leckere selbstgemachte Brotaufstriche, Dattelköstlichkeiten, Tomatenspieße, ich hatte eine Karotten-Ingwersuppe indisch mit Kresse vorbereitet, sodass wir uns zwischendurch gut stärken konnten für den Färbemarathon.

Ich wünsche euch noch viel Freude mit der Wolle, beim Sammeln von Färbepflanzen und Experimentierlust mit dem neuen Wissen. Vielen Dank für alle eure Rückmeldungen, darüber habe ich mich sehr gefreut. 

Habe dann bis spät noch ein bisschen aufgeräumt. Ist ja immer sehr viel Vor- und Nachbereitung so ein Färbekurs. Erst das Wickeln und Beizen der Wolle, dann das Sammeln bzw Bestellen der Färbedrogen, dann das Herstellen der Flotten, Draussenfärbplatz einrichten, Werkstatt aufräumen und vorbereiten, dann wieder aufräumen. Bewältigung von Unvorhersehbarkeiten.....so zerbrach mir z.B. genau bei den Vorbereitungen zu diesem Kurs meine kleine seit Jahren gut funktionierende Handmühle zum Cochenille färben....oder beim Sammeln von Schilfblüten an den Stellen wo ich früher immer gut ernten konnten, waren durch neue Radwege nicht mehr erreichbar, es galt also neue Plätze zu suchen...oder ein Färbetopf mit Auslauf war über die Jahre undicht geworden und so mußte schnell ein neuer bestellt werden.



Und trotzdem, jedes Mal wieder entschädigen mich die Ergebnisse auf der Wolle, das gemeinsame Färben, die Leidenschaft und die Freude der Färbefrauen beim Färben lernen und auch diesmal hat es mir wieder sehr viel Spass und Freude gemacht mit euch. Danke für alle eure Fragen und eure Drinnen- Draussen Flexibilität. Bei der Anreise von euch kamen so 750 Kilomter zusammen habe ich mal nachgerechnet, umweltbewußt gab es auch Fahrgemeinsschaften, sogar noch mehr auf dem Rückweg und so hoffe ich, dass ihr alle wieder gut und heile zu Hause gelandet seid. Sonntags ist Ruhetag bei mir und auch kein PC in der Regel, das Wetter war ja dann gestern so wie eigentlich für den Kurs bestellt war ;-). So also mein Färbebericht erst heute.Diesmal habe ich nur sehr wenige Fotos gemacht, das Wetter lud nicht gerade dazu ein, aber Chrissi habe ich eben gesehen hat hier noch einen schönen Beitrag und Gwen auch und vielleicht kommen noch mehr, wenn ihr alle wieder zu Hause seid.


Vielen Dank noch an Alle für die Kommentare und Rückmeldungen zu meinem letzten Beitrag und dem Hinweis auf den Braunen Waldvogel. Ich wünsche euch noch eine schöne Sommerzeit und dann bis zum internationalen Spinntag am 17.9. in Kreuzbruch!

Freitag, 4. August 2017

Mein Naturgarten, Hummelschutz + Eco Print Kurs II

Diese herrliche Sommerzeit kann ich in vollen Zügen geniessen. Manches ist schon verblüht, anderes kommt erst und den Bienen, Hummeln und Insekten in meinem Färbegarten kann ich lange zusehen.


Beim Rundgang durch meinen Naturgarten gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Alles an den Rändern bleibt bei uns so wie es ist, im Rasen sind Wege wo wir laufen können. So haben wir hier eine wilde Waldecke, Totholzstapel, Insektenhotels, Nisthilfen, Steinhaufen und in den Wiesen wilde Blühfelder. Salat gibt es aus dem Hochbeet.


Manche die bei mir zu Besuch sind, meinen ich müßte meinen Garten mehr kultivieren. "Willst du Garten oder Wildnis? meinte eine mal. Ich will Naturgarten und der bedrohten Artenvielfalt ihren Lebensraum zurückgeben und so zum Arterhalt und Artenschutz beitragen. Denn wenn man den Artenschutzreport 2015 liest, die Zahlen des Bundesamts für Naturschutz (BfN), sehr nüchtern alles, aber dann wird deutlich aufgezeigt, dass die komplette Biodiversität oder biologische Vielfalt auf dem Spiel steht."Jede dritte untersuchte Art in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) gefährdet. Das geht aus dem Report hervor.

 
Kann mir jemand sagen wie dieser Schmetterling heisst? Es gibt noch eine zweite variante die sieht ähnlich aus, vielleicht männlich - weiblich?
Wachsblume , Wachsblumensamen von Katja, danke für die Anregung zum Hummelbestäubungsprojekt, siehe auch hier Hummelschutz.  und hier zum Wachsblumenprojekt

Besonders dramatisch ist dem Artenschutzreport 2015 zufolge die Situation bei den wirbellosen Tieren, zu denen Insekten gehören: "Knapp 46 Prozent der untersuchten Arten und Unterarten sind bedroht, extrem selten oder ausgestorben. Mit Sorge beobachten Experten dabei auch die negative Entwicklung aller 600 Wildbienenarten." Bei Ghislana bin ich auch auf den sehr informativen und lesenwerten Bericht von Heidi über die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam geworden.

Reseda - Färbewau

Unser Zeitgeist, die Werbung und viele Modetrend verursachen oft einen nachbarschaftlichen Wettlauf um den vermeintlich schönsten, gepflegtesten und damit auch arbeitszeit- und geldintensivsten Garten. Wilde Naturgärten dagegen gelten oft als  Zeugnis von Ungepflegtheit und Verwahrlosung mit dem obligatorischen Naserümpfen auf deren Besitzer. Nachbarn mit englischem Rasen, mit Chemie oft so gehalten, toten Kiesflächen und exotischen Pflanzen in Kübeln fühlen sich oft bedroht von Nachbarn mit Naturgärten. Solche Nachbarn haben wir hier ein Glück nicht. Letztendlich sind es aber die Naturgärten, die der bedrohten Artenvielfalt ihren Lebensraum zurückgeben, ihnen gar neuen Lebensraum schenken und so zum Arterhalt und Artenschutz beitragen. Da gelte ich dann eben bei den einen als "die pflegt ihren Garten nicht", was ja so auch nicht stimmt und von den anderen bekomme ich dann wie schon im letzten Post erwähnt, kürzlich das Prädikatschild " Wir tun etwas für Bienen und Schmetterlinge" verliehen. Darüber freuen wir uns sehr und sagen danke an das tolle Team von Blühstreifen Beelitz e.V. und wünschen Alles Gute und weiterhin Erfolg für die weiteren Projekte.

Hier noch ein paar Eindrücke von meinem Eco Print Kurs und den Ergebnissen der Teilnehmerinnen. Am Eingang kam zum ersten Mal der kunstvoll gefilzte Schirm von Angela - danke dir ganz herzlich dafür!- zum Einsatz.





Ein mit lauter tollen Power- Frauen, der sehr viel Spass gemacht hat. Alles nur an einem Tag produziert! der 1. Bericht war hier. Gedruckt wurde auf Leinen, Baumwolle, Wolle und Seide. 

Morgen ist dann wieder ab 13.00 Uhr das Maulbeerfest in Zernikow, hier und hier  Bilder der letzten Jahre dazu. Es gibt immer viel Informatives zu der Maulbeerallee dort und alles rund um die Maulbeere und Seide. Euch eine gute Sommerzeit. Diesen Post vernetze ich auf dem Natur-Donnerstag bei Ghislana, dort sind viele sehr lesenswerte Naturbeiträge vernetzt. Habt eine gute Sommerzeit.

Montag, 31. Juli 2017

Wilde Möhre und Eco Print Kurs I

Danke für den Hinweis Wilde Möhre Babette und Margarete im letzten Beitrag. Danke auch dir Manuela für die Erklärung und das Zeigen hier in meinem Garten, dass es mit der nestförmig eingerollten Fruchtdolde  die wilde Möhre ist.
 
 
Der Schal stammt von einer Teilnehmerin des Eco Print Kurses am letzten Wochenende. Vielen Dank für die vielen Wünsche zum Gelingen und für gutes Wetter. Alles angekommen hier. Es war ein wundervoller Kurs mit wunderbaren Frauen und beeindruckenden Ergebnissen. Danke an euch Alle, für die leckeren mitgebrachten Dinge zum Essen und danke für eure Fragen und eurer Mitmachen. Überrascht war ich von den wunderbaren Ergebnissen bei euch. Immer wieder die Begeisterung beim Auspacken, diese Ungeduld, wie sieht es aus, wie hat was gedruckt, sehr ansteckend, euer Staunen eure Freude, danke! Es hat mir Spass gemacht mit euch Allen. 
 


Kennzeichen der Wilden Möhre: eingerollte Fruchtdolde und schwarzer Punkt in der Mitte der Blüte.


Dann bekamen wir auch noch dieses "Prädikat" für unseren wilden Natur- Bienen, Hummel- Färbegarten verliehen und wir freuen uns riesig und sagen Herzlichen Dank! 


Sehe gerade dass dies hier mein 550. veröffentlichter Beitrag auf diesem Blog ist.
Wünsche euch einen schönen Tag!